Finanzielle Freiheit durch richtiges Geld-Management: Das 6-Konten-Modell in der Praxis

 

Du willst Finanzielle Freiheit erreichen? Dann reicht es nicht aus NUR deine Einnahmen zu erhöhen, sondern auch zu lernen wie du dein Geld behalten kannst. Erfahre in diesem Artikel WIE!

In diesem Artikel soll es um ein Thema gehen welches leider viel zu wenig Menschen aktiv angehen:
Der richtige Umgang mit seinem „hart“-verdienten Geld.

Lass mich dir hier und heute zeigen warum es nicht nur extrem sinnvoll ist mehrere Konten zu besitzen, sondern auch einen Heidenspaß machen kann sein Geld selbstständig zu Managen. Das hier gezeigte Modell kennt man übrigens auch von Personen wie z.b. Bodo Schäfer*, T. Harv Eker*, Robert T. T. Kiyosaki*, George Samuel Clason*, Thaddaeus Koroma und vielen weiteren! Selbst nutze ich es seit mehreren Monaten mit stetig steigendem Erfolg und vor allem einer fantastischen Zutat – Spaß. Also lass und loslegen, damit auch du in diese Situation mit deinem Geld-Management kommst 🙂

 

Inhalt des Artikels:

  1. Meine Definition von „Finanzieller Freiheit“
  2. Das Parkinsonsche Gesetz der Verschwendung: Oder, warum du immer zu wenig Geld zu haben scheinst
  3. Das 6-Konten-Modell in der Übersicht
  4. Erklärung zu den einzelnen Konten
  5. Das Modell in der Praxis
  6. Fazit

 

Meine Definition von „Finanzieller Freiheit“

Bevor wir zum Hauptthema kommen, will ich dir den Begriff „Finanzielle Freiheit“ nochmal etwas näher bringen. Und dir zeigen, was ich darunter verstehe. Viel zu oft Lese oder höre ich nämlich von anderen Bloggern und YouTubern die Erklärung über den heiligen Gral der „Finanziellen Freiheit“, und wundere mich oftmals wie falsch verstanden dieser Begriff am Ende doch wird.

Folgende falsche Definition wird oft verwendet: „Finanzielle Freiheit erreichst du dann, wenn du genug Geld hast nie wieder arbeiten gehen zu müssen.“

Auch wenn diese Definition auch nah an der Realität liegt, ist Sie in meinen Augen dennoch falsch.

Meine Definition lautet: „Finanzielle Freiheit erreichst du dann, wenn dein Passives Einkommen deinen Lebensstandard (Fixkosten, Notwendige-Ausgaben und deine Spaß-Ausgaben) finanzieren kann.“

„Wo ist da der große Unterschied?“, denkst du dir vielleicht.
Der (gewaltige) Unterschied besteht darin, das beide Definitionen einen anderen Weg verfolgen. Während man bei der ersten Definition eine lange Zeit arbeiten und ansparen muss – um am Ende von seinem Angesparten zu leben. Liegt der Fokus bei der zweiten Definition darin, soviele Vermögenswerte wie nur irgend möglich zu schaffen. Um am Ende durch die Passiven Einnahmen, deinen Lebensstandard ab einem bestimmten Punkt ohne weitere Arbeit (bzw. Aktives Einkommen) aufrecht erhalten zu müssen. Das bedeutet nicht, das man nie wieder arbeiten muss. Es bedeutet nur, dass man nun eine Wahl hat. So unscheinheilig das auch klingen mag, vor eine „Wahl“ gestellt zu werden, so machtvoll ist es am Ende doch.

 

Das Parkinsonsche Gesetz der Verschwendung: Oder, warum du immer zu wenig Geld zu haben scheinst

Zurück zum „Lebensstandard“. Hast du schon mal etwas vom „Parkinsonsche Gesetz“ gehört? Nein, dass hat nichts mit der Parkinson-Krankheit zu tun. Sondern mit einem satirischen Artikel von Cyril Northcote Parkinson im britischen Wirtschaftsmagazin „The Economist“ im Jahr 1955 zum Thema Verwaltung. Daraus wurde das „Parkinsonsche Gesetz“ geboren. Was uns für diesen Artikel aber am interessantesten ist, ist das Gesetz aus dem Jahr 1979: Das Gesetz der Verschwendung.

Es besagt: „Die Ausgaben steigen stets bis an die Grenzen des Einkommens.“

Was dir das beibringen soll? Du kannst machen was du willst, aber wenn du nur ein einziges Konto hast auch welchem deine Einnahmen ausgezahlt werden, dann wirst du mit der Zeit deinen Lebensstandard erhöhen. Was unweigerlich zur Folge hat, dass du mehr Konsumieren wirst. Dadurch werden deine monatlichen Einnahmen früher oder später durch deine Ausgaben aufgefressen werden! Um Finanzielle Freiheit zu erreichen muss dies unter allen Umständen vermieden werden. Lass mich dir mit dem 6-Konten-Modell nun zeigen WIE das in der Praxis aussehen kann.

 

Das 6-Konten-Modell in der Übersicht

Konto 1: Notwendige Ausgaben [50%]

Konto 2: Sparen / Investieren [10%]

Konto 3: Langzeit-Ausgaben [10%]

Konto 4: Spaß [10%]

Konto 5: Spenden [10%]

Konto 6: Weiterbildung [10%]

(Optional) Konto 7: Steuerkonto [45%]
(Nur wichtig für selbstständige / Unternehmer )

 

Erklärung zu den einzelnen Konten

Konto 1: Notwendige Ausgaben [50%]

Nutzen: Zum decken deiner Fixkosten (Miete/Haus, Versicherungen, etc.) notwendiger Nahrung, notwendiger Kleidung und aller anderen „Notwendigkeiten“.

Erklärung: Dies ist dein Hauptkonto – dein ganz normales Girokonto. Auf diesem Konto geht weiterhin dein Gehalt (sowie deine sonstigen Einnahmen) ein und von dort aus werden deine Notwendigen Ausgaben auch abgebucht. Dieses Konto dient nur zur Deckung deiner Notwendigen Ausgaben – nichts anderem!

Kontoart: Girokonto

 

Konto 2: Sparen / Investieren [10%]

Nutzen: Zum erreichen deiner Finanziellen Freiheit!

Erklärung: Auf dieses Konto zahlst du jeden Monat ein und rührst das Geld NUR DANN an, wenn du lukrative Investitionsmöglichkeiten gefunden hast. Egal wie „knapp bei Kasse“ du sein solltest, dieses Geld ist nur zum Sparen, Investieren und Re-Investieren gedacht – nichts anderem!

Kontoart: Tagesgeldkonto

 

Konto 3: Langzeit-Ausgaben [10%]

Nutzen: Für Urlaube, Reparaturen und notwendigen neu Anschaffungen wie z.b. einer Waschmaschine, einem Auto oder sonstigen Dingen die das Leben so für dich bereit hält.

Erklärung: Im Leben gehen manche dinge nun mal kaputt, dass ist ganz normal. Das Auto braucht neue Teile. Das Handy-Display geht kaputt. Der Geschirrspüler spinnt. Oder: Man will mit seinen geliebten Menschen in den Urlaub fliegen/fahren. All das kostet Geld, welches man sich vorher auf dieses Konto ansparen sollte um am Ende keine „bösen Überraschungen“ erleben zu müssen. Was wir nämlich nicht wollen ist, das Geld aus einem der anderen Konten „herausziehen“ zu müssen.

Kontoart: Tagesgeldkonto

 

Konto 4: Spaß [10%]

Nutzen: Einfach nur um SPASS mit deinem Geld zu haben!

Erklärung: Deutsche sind wahnsinnig gut darin ihr Geld zu Sparen. Vielleicht kennst du das von dir auch? Vielleicht auch nicht. Jedenfalls war ich selbst auch immer ein guter „Sparer“. Das einem früher oder später allerdings der „Kragen“ platzt und man wie in einem Wahn all sein schön angespartes Geld für Schwachsinn (meist nur Verbindlichkeiten oder sonstige Ausgaben) ausgibt; ist nicht nur eine natürliche Reaktion auf längere „Enthaltsamkeit“, sondern auch eine Art Druckausgleich. Damit du auf längere Sicht Erfolg mit diesem Konten-Modell haben kannst musst du dafür sorge tragen, dass auch ein gewisser Teil deines Geldes stets „weiterfließt“ und es nicht zu einer innerlichen Blockade kommt. Die Einstellung „nur“ zu Sparen kann nämlich nur eine von zwei Folgen mit sich tragen:

1. Man wird zum kompletten Geizhals

Oder:

2. Man platzt früher oder später und gibt einen Großteil davon wieder für Schwachsinn aus (welcher einem nicht dabei helfen wird finanziell frei zu werden).

Grundregel für dieses Konto lautet: Das Geld MUSS jeden Monat ausgegeben werden um Spaß damit zu haben. (Ausnahmeregelung: Je nach Gebrauch kann man es auch bis zu maximal 3 Monate lang ansparen, spätestens dann, MUSS es aber auch wieder ausgegeben werden. Keine weiteren Ausnahmen!)

Kontoart: Aktivkonto ODER Girokonto auf einer 2. Bank
(Variante zwei finde ich persönlich viel praktischer. Zudem gibt dir dies die Möglichkeit bei zwei verschiedenen Banken Kreditwürdig zu werden. Dies kann hilfreich sein, wenn du dir z.B. weitere Immobilien kaufen möchtest.)

 

Konto 5: Spenden [10%]

Nutzen: Guter Zweck + „Überfluss Mentalität“ erschaffen (!)

Erklärung: Die tieferen Gründe für dieses Konto benötigen wohl einen eigenen Artikel. Für diesen Moment halten wir einfach nur fest: Durchs Spenden entsteht bei dir früher oder später im Kopf eine „Überfluss Mentalität“ im Sinne von „Ich habe genug Geld. Es stellt kein Problem für mich da, einen Teil davon weiterfließen zu lassen. Und dadurch das Leben meiner Mitmenschen, welche es nicht so leicht haben wie ich, enorm zu bereichern“.

Kontoart: Tagesgeldkonto ODER kein Konto, sondern eine einfache Überweisung

 

Konto 6: Weiterbildung [10%]

Nutzen: Zur Erweiterung deiner Finanziellen Intelligenz, sowie dem erlernen neuer Fähigkeiten. Beides wird dir helfen deine persönliche Finanziell Freiheit so schnell wie möglich zu erreichen.

Erklärung: Du kennst bestimmt den Spruch: „Was nicht wächst, dass stirbt.“ Genauso wie „Was nicht benutzt wird, dass verkümmert.“ Genau das selbe gilt für deine Gedanken und Fähigkeiten. Wenn du nicht stets daran bestrebt bist weiter zu wachsen, weiter zu lernen und von Tag zu Tag besser zu werden, dann wirst du innerlich verkümmern, stagnieren und deine Ziele nicht erreichen können. Die Welt ist in einem ständigem Wandel, deshalb musst du es auch sein. Das Geld von diesem Konto nutzt du deshalb um es in deine Persönliche-Entwicklung zu investieren.

Beispiele dafür sind:

  • Bücher (sowie E-Books und Hörbücher)
  • Kurse
  • Seminare
  • Events
  • sonstige „Lehrmittel“

Kontoart: Tagesgeldkonto

 

(Optional) Konto 7: Steuerkonto [45%]
(Nur wichtig für Selbstständige / Unternehmer )

Nutzen: Für den Staat…

Erklärung: Muss ich das wirklich noch genauer erklären? Schau dir einfach jene Leute an die „vergessen“ haben Ihre Steuern zu zahlen, dann weißt du wozu dieses Konto ist 😀

Kontoart: Tagesgeldkonto

 

Wichtige Information zu Steuern für selbstständige:

Folgendes stammt von wb-web.de: Quelle

Einkommenssteuer

Selbstständige unterliegen, wie Arbeitnehmer, der Einkommenssteuerpflicht. Die Einkommenssteuer ist gekoppelt an die Höhe des Einkommens. Das Einkommen entspricht dem Gewinn, der verbleibt, wenn man die Kosten vom Umsatz abzieht.

Desto höher der Gewinn, desto höher fällt der Steuertarif aus (progressiver Tarif) aus. Bis zu einem Einkommen von 8.652 Euro bleibt das Einkommen für ein Kalenderjahr steuerfrei (2016). Ab 8.653 Euro steigt der Steuersatz von 14 auf bis zu 45 Prozent an.

§ 32a Einkommenssteuertarif
Zu versteuerndes Einkommen Einkommenssteuertarif
Bis 8.652 Euro (Grundfreibetrag) 0 Prozent
Von 8.653 Euro bis 13.669 Euro 14 Prozent
Von 13.670 Euro bis 53.665 Euro Individuell ansteigend von 15 bis 41 Prozent
Von 53.666 Euro bis 254.446 Euro 42 Prozent
Ab 254.447 Euro 45 Prozent

 

Beispiel:

Das Einkommen beträgt 8.652 Euro. Dieses ist steuerfrei.

Beträgt das Einkommen 8.655 Euro, bleiben 8.652 Euro steuerfrei und der 8.653ste Euro wird mit einem Steuersatz von 14 Prozent belastet.

 

Das Modell in der Praxis

Das Spiel mit den Prozenten

Der ein oder andere denkt sich bestimmt schon die ganze Zeit so Sachen wie: „Wie zum Teufel soll ich mit 50% für meine notwendigen Ausgaben klarkommen? Die 50% reichen mir vorne und hinten nicht aus. Mal im ernst, 100% wären schon zu wenig!“ oder „Ich soll 10% meines Einkommens Spenden? Sag mal spinnst du? Ich komme gerade so noch um die Runden. Spenden kann ich später auch noch, dann wenn ich etwas übrig habe.“ Diese und weitere Reaktionen sind mir beim ersten Mal auch durch den Kopf gegangen. Keine Sorge. Wir bekommen das zusammen hin 🙂

Zunächst mal: Die Prozentangaben sind nur Richtwerte, welche jeder individuell auf sich anpassen kann.
Bedeutet: Du kannst bei den Konten 2-6 auch mit 1% starten und dich mit der Zeit steigern. Wichtig ist, das du mit etwas anfängst. Und wenn es sogar nur 1€ ist.

Eine Empfehlung habe ich aber trotzdem an dich: Komme was wolle. Egal wie schwer es in deiner individuellen Situation auch erscheinen mag; Halte dich an die 10% für dein 2. Konto. Es ist jenes welches dir deine Finanzielle Freiheit verschaffen wird. Wie wichtig es ist bei diesem Konto die 10% einzuhalten beantwortet dieser Artikel von mir genauer:

Der Reichste Mann von Babylon (Rezension) – Hätte ich das doch bloß früher gelesen!

Lass mich dir nun an einigen Beispielen aufzeigen wie das ganze in der Praxis aussieht. Einmal indem du alles manuell machst (z.b. am 1. eines jeden Monats) oder das ganze durch Daueraufträge voll automatisierst. Beide Varianten haben Ihre Vor- und Nachteile. Ich persönlich mache das ganze übrigens Manuell, weil ich es viel geiler und spaßiger finde mein Geld AKTIV zu Managen.

 

Manuell (geeignet für Selbstständige/Unternehmer)

Wenn du Selbstständiger oder Unternehmer bist, wirst du nicht drumherum kommen das ganze manuell zu machen (oder machen zu lassen). Warum? Weil deine Einnahmen nie die selben sein werden. Einen Monat wird es mal viel sein, einen anderen mal weniger. Ups and Downs gehören nun mal dazu. Klar könntest du dir einfach einen bestimmten „fixen“ Betrag von einem extra eingerichteten „Selbständigen Konto“ auf dein normales Konto 1 übertragen. Aber wir müssen es ja nicht noch mehr verkomplizieren als es für den ein oder anderen eh schon ist, oder?

Hier gilt es z.b. an jeden 1. im Monat alle Einnahmen zusammenzurechnen, die jeweiligen Prozente auszurechnen und die Beträge nun manuell zu den einzelnen Konten Umzubuchen bzw. zu überweisen (z.b. im Fall vom Spendenkonto).

[Anmerkung Spendenkonto: Du kannst das Geld entweder auf’s extra eingerichtete Spendenkonto umbuchen und es in 3,6 oder 12 Monatigen Intervallen, dann erst zum Spenden überweisen. Oder, es monatlich gleich (ohne extra Konto) direkt überweisen. Mein persönlicher Favorit ist übrigends das direkte überweisen.]

 

Automatisiert (geeignet für Angestellte/Arbeitnehmer)

Wenn du noch keine Einnahmen aus Vermögenswerten beziehst und dein aktuelles Gehalt deine einzige Einnahme Quelle darstellt, dann kannst du das ganze Modell auch durch Daueraufträge Automatisieren lassen. Dafür gehst du entweder direkt zu Bank oder richtest dir die Daueraufträge selbst über’s Online-Banking ein. Hierbei kannst du zwar nicht %-Werte eingeben, aber dafür die Geldbeträge die jeweils monatlich umgebucht bzw. überwiesen werden sollen.

 

Fazit

Viel Geld zu verdienen reicht nicht aus um Finanzielle Freiheit zu erreichen. Frag mal die ganzen Profi-Sportler, Schauspieler oder Musiker, welche für eine gewisse Zeit hohe Gehälter bezahlt bekommen haben und nach Ende ihrer Karrieren mit der Zeit immer ärmer wurden, wenn nicht sogar vollkommen Bankrott gingen. Warum? Weil man lernen muss mit seinem Geld umzugehen – durch richtiges Geld-Management.

Hoffentlich konntest du viel aus dem Artikel mitnehmen und soogar neu für dich entdecken. Übrigens: Wenn du interessiert daran bist deine Finanzielle Intelligenz im „Online Business“ Bereich auszubauen, dann schau dir doch mal meine „Rise of the Online Entrepreneur*“-Buchreihe an 🙂

– Ignatz Rajher

> Der erste Teil der Serie ist als E-Book sogar KOSTENLOS <

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Rise of the Online Entrepreneur: Der Online Business Crashkurs für Anfänger – raus aus dem Hamsterrad, rein in die finanzielle Freiheit!

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